Schutz für die „Mutter der Organe“ – Impfprävention in der Hepatologie
Shownotes
In der dritten Folge begrüßen Tina Schmitt und Loretta Keller den renommierten Experten Prof. Dr. med. Ali Canbay, Direktor der Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Bochum. Im Fokus steht die Leber als zentrales Stoffwechselorgan und ihre entscheidende Rolle bei der Immunregulation. Erfahren Sie, warum chronische Lebererkrankungen – von der metabolisch assoziierten Fettleber bis zur Zirrhose – das Immunsystem beeinflussen und wie gezielte Impfstrategien gegen Hepatitis A, B sowie andere impfpräventable Erkrankungen lebensbedrohliche Dekompensationen verhindern können. Prof. Canbay liefert wertvolle Erkenntnisse zum optimalen Impfzeitpunkt und erläutert, warum Prävention der wirksamste Schutz für die „Mutter aller Organe“ ist. Ein Handout zum Thema finden Sie unter https://www.impfakademie.de/wissen-und-tools/handouts/fokus-leber/
Präsentiert von GSK. Mehr Informationen gibt es unter www.impfakademie.de
„Immunisiert“ richtet sich an medizinisches Personal, im Gesundheitswesen Tätige und Medizinstudierende. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen. Das Hören des Podcasts ersetzt keinen Arztbesuch.
NP-DE-ABX-WCNT-260009, Juni 2026 NP-DE-ABX-AUDI-260004, Mai 2026
Transkript anzeigen
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Immunisiert, dem Impfakademie-Podcast.
00:00:13: Ihr kompakter und unterhaltsamer Begleiter rund um das Thema Impfen!
00:00:18: Ja meine Kollegin Loreta und ich wir beschäftigen uns in dieser Staffel ja mit dem Thema impfen in besonderen Situationen.
00:00:24: Und in den letzten Folgen haben wir schon über kardiologische und über nephrologische Erkrankungen gesprochen.
00:00:30: Heute liegt unser Fokus auf Patientinnen Lebererkrankungen, denn auch bei Lebererkrankungen und dem Thema Impfen gibt es ja doch einige Dinge zu beachten.
00:00:39: Und genau aus diesem Grund haben wir heute natürlich auch wieder einen Experten mit dabei, mit dem wir uns diesen Thema nähern möchten, liebe Loreta!
00:00:48: Stell' uns doch bitte einmal unseren heutigen Gast
00:00:51: vor!".
00:00:58: Ja unser heutiger Gast in dieser Folge ist Herr Prof.
00:01:00: Dr.
00:01:01: Ali-Chanbei.
00:01:02: Er ist Direktor der Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Bochum und ein absoluter Spezialist für Gastroenterologie und Hepatologie.
00:01:11: Er betreut Tag-für-Tag zahlreiche Patientinnen mit Lebererkrankungen, wird uns daher heute auch bestimmt ganz viele spannende Antworten auf unsere Fragen liefern können.
00:01:21: Lieber Herr Prof.
00:01:21: Tchanbei!
00:01:22: Wir freuen uns dass Sie hier sind.
00:01:24: Herzlich willkommen!
00:01:25: Ja vielen Dank für die Einladung Und ich freue mich.
00:01:28: Sehr schön, wir starten auch direkt wieder rein!
00:01:31: Wie ich schon gerade gesagt habe, betreuen Sie ja als Gastroenterologe viele Patientinnen und vor allem auch viele mit Lebererkrankungen.
00:01:39: Was sind denn so in Ihrem Alltag die häufigsten Lebererkrankungen, die Ihnen so begegnen?
00:01:45: Also die häufigste Leber-Erkrankung sind natürlich immer das... In der hepatologischen Szene ist die sogenannte metabolisch assoziierte Steratosis, beziehungsweise Fettlebererkrankung.
00:01:57: Also Metabolischbilding.
00:01:59: Dann die zweit häufigste ist die alkoholinduzierte Lebererkrankung und dann haben wir natürlich auch sehr viele seltene Lebererkrankungen, auch die Munhepathitis, cholestratische Leber erkrankungen wie PBCP C. Wir haben aber auch virale induzierte Erkrankung wie durch Hepathitis-C dass jetzt deutlich weniger wird.
00:02:26: Aber wir haben sehr viele Hepatitis B-Patienten, die dann eben auch eventuell koinfiziert sind mit Hepatitis D.
00:02:34: Es ist ja schon ganz viele Ursachen genannt also zum Beispiel Alkohol, metabolische Ursachen-, Infektionen.
00:02:41: können Sie sagen was so die häufigsten Ursachen sind?
00:02:43: Also vielleicht auch welche Personengruppe am betroffensten ist?
00:02:48: Also man muss schon sagen, dass eben die metabolisch-assoziierte Fettlebererkrank dort deutlich häufiger ist.
00:02:54: Aus dem Grunde weil unser Bevölkerung und unsere Bevölkerung haben auf rund um zwanzig bis dreißig Prozent einen metabolische Symptom und das bedeutet, dass diese Patienten eben fettleibig sind Also adipöse, sie haben Zuckererkrankung.
00:03:10: Sie haben arteriale Hypertonie.
00:03:12: Sie aber auch erhöhte Fettwerte und damit ist es auch assoziiert dass sie eben eine Fettleber haben.
00:03:19: Und die zwei häufigsten natürlich die alkoholisch induzierte wobei man muss schon sagen wir haben einen Übergang.
00:03:26: das heißt wir haben nicht nur Die Erkrankungen der Fettlebeer also die die Patienten eben des Metabolist-Syndrom haben die trinken auch Alkohol.
00:03:34: deshalb Denn wir das ja auch metalt, also metabolisch.
00:03:38: Plus eben dass man einen zwei Gläschchen jeden zweiten Tag trinkt ist auch alkoholbedingt.
00:03:45: Also metabolisch plus Alkohol.
00:03:47: Deshalb nehmen wir das metalt also metabolich plus alkoholt noch dazu Die reine alkohole Hepatitis.
00:03:56: Das sind natürlich ganz andere Erkrankungsbilder die nur eben die Schädigung haben durch Alkohl und die Patienten sind meistens nicht Fettleibig.
00:04:05: Die sind sehr, sehr schlank und eher so dass sie keine Muskeln haben
00:04:12: usw.,
00:04:12: also das ist ein typische alkoholisch hepatitis Patient.
00:04:17: Ja, und die Leber ist ja sozusagen unser zentrales Stoffwechselorgan.
00:04:20: Und an ganz vielen verschiedenen Prozessen im Körper beteiligt.
00:04:24: Was haben denn Ihre Patientinnen so für Beschwerden?
00:04:27: Wenn sie jetzt chronische Lebererkrankungen haben beziehungsweise der chronischen Erkrankung, die auch dann lebenslang bestehen zu welchen Komplikationen kommt es denn im Verlauf der Jahre?
00:04:36: Erst mal bin ich sehr dankbar Frau Keller dass Sie sagen das die Lebers des Zentrale Organis.
00:04:42: in der Tat ist es so Wenn Sie in der chinesischen Mythologie gucken, da ist schon so das zum Beispiel die Leber die Mutter ist und das Herz das Kind.
00:04:53: Was bedeutet das?
00:04:55: Die Leber also wenn man das mit der Mutter vergleicht, wenn man die Mutter stürzt nachts aufstürzt die Kinder sie arbeitet macht für die Familie Essen, versorgt die gesamte Familie in jeglicher Hinsicht.
00:05:08: Auch wenn sie krank ist, arbeitet sie weiter.
00:05:12: Sie arbeitet nun mal weiter und wenn man beim Kind jetzt ein Lutscher nicht gibt, schreibt das sofort auf.
00:05:20: Das ist genau tatsächlich das was sich auch zeigt.
00:05:24: Die Leber ist ein Organ der ihnen sehr viel verzeiht, ist die größte Drüse im Körper Und kann sie sehr gut regenerieren.
00:05:35: Kein Organ kann sich so regenerieren wie die Leber und deshalb ist dieser Vergleich mit der Mutter extrem wichtig, auch richtig.
00:05:45: Die Leber ist die Mutter und versorgt die gesamten Organsysteme.
00:05:51: Wenn man genau weiter guckt muss man sagen mit Chinesen haben recht, die Lebers ist ja für den gesamten Stoffwechsel zuständig.
00:05:59: Wenn wir über die KRK sprechen, also Corona-Herzerkrankung.
00:06:03: Die ist natürlich durch die Leber mitbedingt.
00:06:05: Warum?
00:06:06: Der ganze Fettstoffwechsel geht über die Lebe.
00:06:09: Wenn die Kardiologen zum Beispiel sagen ihre Prognose ist besser geworden, die ist deshalb besser geworden weil sie Medikamente einsetzen, die den Stoffwechsel optimieren Wie Statine zum Beispiel.
00:06:25: Dadurch ist die Prognose der Patient besser geworden, aber die Leber verbessert sich und wenn es der Leber gut geht, geht's dem Herzen auch ganz gut!
00:06:33: Das ist ein wichtiger Punkt.
00:06:34: Und die Leber hat natürlich unglaublich viele Funktionen, die eine einzige für Funktione, die sie vielleicht kennen, also Proteinstoffwechsel, also Alweistoffwechsel, Vitaminstoffwechsel ... Wir haben natürlich auch Gerinnung.
00:06:48: und dann in Produktion von Hormonen, Abbaufondhormonen... Also, die Lebe hat fünfhundert Funktion, die wir nicht in Detail genau kennen!
00:06:57: Aber eine Sache muss man einfach klar stellen, es gibt ein sehr gutes Zusammenhang zwischen auch der Leberverfettung oder Lebergesundheit und der Demenzentwicklung.
00:07:07: Das sind so Dinge wo Sie sehen die Leber hat eine extreme Einfluss auf eben auf die anderen Organsysteme.
00:07:15: Ja also können die Komplikationen wahrscheinlich auch entsprechend vielfältig sein?
00:07:20: Absolut deshalb ist wichtig.
00:07:22: Wenn wir von der Prävention reden, auch immer wieder darüber reden, dann muss man erst mit der Leber anfangen und nicht wenn sie schon sechstens sind und Sie haben eine Kalkar, dann ist es schon fast vorbei.
00:07:34: Deshalb ist es wichtig dass man mit immer stark erst auf die Leber achtet eben den Mutter mehr natürlich erd damit uns allen gut geht.
00:07:50: Nach über zehn Jahren Forschung ist im Juni, der erste therapeutische Impfstoff gegen chronische Hepatitis B in die klinische Prüfphase gestartet.
00:07:59: Anders als klassische Impfstoffe soll dieses Vaccin das Immunsystem von bereits Infizierten so umprogrammieren dass es das Virus wieder erkennt und aktiv bekämpft.
00:08:08: Im Idealfall könnte das Virus damit sogar vollständig eliminiert werden Ein möglicher Wendepunkt in der Behandlung der chronischen hepatitis b.
00:08:19: Zahlreiche dieser vielen Funktionen der Leber ist ja auch ein Zusammenspiel mit dem Immunsystem.
00:08:24: Gerade wenn ich jetzt zum Beispiel an das Komplimentsystem denke, wie sieht es denn da aus?
00:08:29: Wie verändert sich denn die Infektanfälligkeit durch Lebererkrankungen oder auch durch die Therapiemaßnahmen?
00:08:36: Ja absolut!
00:08:37: Wir haben Recht.
00:08:38: Das ist einer der wichtigsten Punkte, die die Leute nicht im Fokus haben.
00:08:44: Wenn man über den Leber redet und lebert sich große Alkohol.
00:08:47: Aber die Leber spielt in dem Immunsystem eine ganz wesentliche Rolle.
00:08:51: Wenn es der Leber nicht gut geht auf der Intensivstation verlässt der Patient Intensifstation nicht lebend.
00:08:58: Wenn er die Lebend verläszt dann hat der Komplikation wie Sekundärisplosierende kolangitis, also Veränderungen der Leber die dann letztendlich den Patienten zur Lebertransplantation führen.
00:09:10: Sie überleben die Intensivstation aber sie müssen irgendwann mal transplantiert werden und deshalb spielt das Immunsystem.
00:09:18: Das wird von der Lebers sehr stark reguliert eine wesentliche Rolle in der Infektabwehr und diese Rolle ist mit meiner Meinung nach weniger gewürdigt
00:09:30: Ja.
00:09:31: Also entsprechend können natürlich die Patientinnen dann auch leichter an Infektionen erkranken, wenn sie Leberschädigungen haben und eben auch schwere Erkrankungen, so wie ich es verstehe bei Ihnen?
00:09:41: Absolut!
00:09:42: Absolut tatsächlich sind hepatologische Patienten also wenn sie eine Lebererkrankung haben, sind viel viel stärker betroffen als sie keine Lebererkrankung habe.
00:09:53: Weil das Immunsystem auch unterreguliert wird.
00:09:56: Genau Und da kommen wir vielleicht jetzt gleich mal zur Prävention.
00:10:00: Sie hatten ja schon gesagt, die Prävenzion ist ganz wichtig wenn wir an die Leber denken.
00:10:05: es gibt ja nun auch verschiedenste Impfungen und Impfungen können ja gerade den Hinblick auf Lebererkrankung so ein bisschen zwei Funktionen ausüben.
00:10:11: sie können zum einen natürlich die Patientinnen vor schweren Erkrankungsverläufen schützen aber gleichzeitig auch Die leber vor weiterer Schädigung schützen.
00:10:21: Vielleicht können sie uns damals ein bisschen zusammenfassen welche wichtigen Indikationsimpfungen ihr Patientinnen mit chronischen Lebererkrankungen bekommen sollen.
00:10:30: Also was die STIKO da zum Beispiel empfiehlt, was sie empfehlen?
00:10:33: Also Grundsätze sollte jeder Leberpatient geimpft werden.
00:10:38: Sie wissen wenn sie Hepatitis A und B geimpf sind, sind sie geschützt.
00:10:45: Das ist ein ganz wichtiger Punkt!
00:10:46: Wenn sie nicht geschütz sind können sie eben einen Leberversagen entwickeln.
00:10:50: das habe ich auch in meinem Alltag gesehen.
00:10:52: Und kann ich Ihnen ein Beispiel erzählen?
00:10:54: Da sind die Patienten, Vater und Sohn gehen an der Britannien.
00:10:58: Es sind da gerne Muscheln und Fisch- oder Meeresfrüchte und bekommen ein Hepatitis A. Das kommt zum Leberversagen.
00:11:09: Der Vater ist gestorben, der Sohn hat es überlebt mit fünfzig Jahren.
00:11:13: Also das muss man sich vorstellen.
00:11:14: Deshalb ist diese Impfung eminent wichtig.
00:11:20: B, das ist die eine Sache.
00:11:21: Die zweite Sache ist wenn Sie eine hepatologische Erkrankung schon haben bis zum Beispiel die metabolisch assoziative oder Alkohol dann ist es auch richtig dass man die Patienten mehr sind nicht geimpft weil sie einfach das Immunsystem eben per se schon runter reguliert ist.
00:11:39: und das heißt wenn immer eine Infektion kommt ist die Erkrankung deutlich stärker Und aber auch Gefahr, dass diese Patienten natürlich nicht überleben müssen und vielleicht transmatiert werden müssen.
00:11:53: Ja, und dann gibt es ja natürlich auch noch eine Vielzahl der ganzen anderen Indikationsimpfungen die im Impfausweis auch noch vervollständigt werden müssen.
00:12:01: Ich denke da an Covid Influenza, an RSV, Herbstzoster Pneumokocken also das ist ja wirklich eine ganze ganze Menge die da für ihre Patientinnen auf der Liste stehen sollte.
00:12:12: haben sie da irgendwelche Empfehlungen wie man das gut umsetzen kann?
00:12:15: Also gibt's im Verlauf einer Lebererkrankung einen guten Zeitpunkt um zu impfen bzw wann darf man vielleicht überhaupt impfen?
00:12:23: Ja, sie haben vollkommen recht.
00:12:25: Es gibt natürlich Zeit, wenn die Patienten eine Lebererkrankung haben, die ist nicht dekompensiert dann sollte man jede Impfung tun, also mitnehmen das was Sie auch gerade erwähnt haben von Influenza Corona Sosta und so weiter.
00:12:43: Das muss unbedingt gemacht werden weil die Patienten geschützt werden.
00:12:48: Ich hatte es hier Anfang gesagt, das Immunsystem ist runterreguliert bei diesen Patienten.
00:12:53: Deshalb ist es so wichtig dass man frühzeitig eben diese Impfungen macht.
00:12:57: nur wenn die Patienten in einem Zustand sind nehmen wir Beispiel auch die Monopathie wo Kortison gegeben wird dann muss man aufpassen dass das wenn einer dann impfen dass er durchaus gefährlich sein kann.
00:13:11: also man muss schon gut den Zeitpunkt kennen wann man die Patienten impft
00:13:17: ja
00:13:18: und nicht in einem, sagen wir mal einen aktiven Status oder hohen Aktivität.
00:13:24: Dann könnte das problematisch sein.
00:13:25: Genau wahrscheinlich auch gerade bei Lebensempfungener, dass es ja dann wahrscheinlich vorrangig
00:13:30: ist... Absolut!
00:13:30: Da muss man ein bisschen zurückhalten sein und trotzdem wie gesagt immer abwägen nutzen und natürlich auch die Komplikation der entstehen können.
00:13:40: Und können Sie irgendwie erläutern, wie wirkungsvoll die Impfungen bei Lebererkrankungen und Therapiemaßnahmen sind?
00:13:47: Also wenn man jetzt einen Moment abgepasst hat, wo man impfen darf.
00:13:50: Ist das dann genauso wirksam als bei gesunden Patienten?
00:13:54: Absolut!
00:13:55: Da würde ich keine Unterschiede machen.
00:13:57: Das sehe ich auch immer im Alltag.
00:14:00: Es gibt natürlich bei Hepatitis B, das wissen sie ja auch, Non-Responder.
00:14:06: Aber das ist ein spezielles Kreatil.
00:14:10: Aber uns ansonsten sind alle Impfungen überhaupt kein Problem.
00:14:13: Wunderbar, das macht es ja etwas einfacher, das Thema!
00:14:17: Schon gewusst?
00:14:19: In der Grippesaison, die Influenza-Standardimpfung lag bei Personen ab sechzig Jahren bei nur rund vierunddreißig Prozent und damit zu niedrig wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr.
00:14:31: Besonders kritisch – gerade bei Risikogruppen wie älteren Menschen oder chronisch Krankenpersonen bleibt die Durchimpfungen deutlich hinter den Empfehlungen zurück.
00:14:40: Dabei könnte eine höhere Impfquote nicht nur schwere Verläufe verhindern sondern auch das Gesundheitssystem in der Erkältungssaison spürbar entlasten!
00:14:51: Und dann würde ich Ihnen direkt auch schon unsere Abschlussfrage stellen, die wir all unseren Gästinnen hier im Podcast nämlich stellen.
00:14:57: Wenn Sie den Zuhörenden eine Sache empfehlen könnten, die ab morgen ändern was sie jetzt einfach machen sollen in Hinblick auf Lebererkrankung haben Sie da einen tollen Tipp?
00:15:08: Was wäre das Wichtigste für Sie?
00:15:11: Das ist schön dass Sie so fragen.
00:15:13: also als Hepatolo gewünsche ich mir, dass wir uns im regional-saisonal ernähren und vielleicht auch eben nicht, wie soll ich das sagen?
00:15:31: Wir müssen gucken weniger ist mehr.
00:15:34: Mehr bewegen auf jeden Fall, auf Fruchtsäfte vermeiden.
00:15:39: lieber eine Orange essen als eben ein Orangensaft auch wenn es frisch gepresst ist.
00:15:46: Wenn sie auf solche Sachen achten Sache ist in der Bewegung.
00:15:52: Ich wünsche mir, dass meine Patienten und natürlich auch die Bevölkerung viel mehr die Treppen nimmt als den Aufzug, vielmehr mit dem Fahrrad wert als mit dem Auto.
00:16:04: Und damit tun wir sehr viel Gutes für die Leber und damit auch unserer Mutter – der Organe!
00:16:12: Genau, und den Impfausweis mitbringt zum nächsten Termin.
00:16:16: Unbedingt!
00:16:16: Das gehört natürlich dazu aber das ist auch die Prävention.
00:16:19: Genau auf jeden Fall Ja, lieber Herr Professor Tshanba.
00:16:23: Vielen Dank, dass Sie heute bei uns waren!
00:16:25: Das war ja wirklich wieder sehr, sehr schöne spannende Einblick und auch der tolle Vergleich mit der Mutter.
00:16:30: also ich denke das kann sich jeder sehr gut merken.
00:16:34: Vielen dank für Ihre wichtige Arbeit und die tollen Impulse, die sie heute für uns alle mitgebracht haben.
00:16:39: Also ich denke, jeder hat hier wieder ganz viel gelernt.
00:16:43: Vielen danke!
00:16:43: Vielen Dank!
00:16:44: Schönen Tag
00:16:45: noch!
00:16:45: Ja Ihnen auch!
00:16:47: Frage der Woche Ja und wir sind noch nicht am Ende der Folge angelangt, denn bevor wir zum Abschluss kommen wartet natürlich noch ein fester Bestandteil mit der Frage der Woche auf uns.
00:16:58: Liebe Tina welche Frage haben wir denn dieses Mal mitgebracht?
00:17:02: Ja, diese Woche haben uns tatsächlich einige Fragen zur Pneumokrokenimpfung erreicht.
00:17:06: Das sind in den vergangenen Jahren tatsächlich einige neue Impfstoffe zugelassen worden zu Pneume Kockenimpfungen zum Beispiel der Zwanzigvalente Coniogad-Impfstoff PCV-Zwanzig und entsprechend hat die STIKO ihre Empfehlungen auch immer wieder angepasst so auch kürzlich.
00:17:22: jetzt erst im Januar die Indikationsimpfung für Kinder im Alter von zwei bis siebzehn Jahren, dann auch hier soll jetzt der Zwanzigvalente Konjugat-Impfstoff eingesetzt werden.
00:17:31: Und dazu haben wir nun die Frage gestellt bekommen wann denn Personen mit Indikation in diesem Alter jetzt nach einer vorherigen Impfung mit zum Beispiel dem Dreiundzwanzig valenten Polysaharit-Impffstoff oder wie es bei den Säuglingen üblich ist mit dem Dreizehn oder Fünfzehnvalenten Konjugate Impffstoff?
00:17:48: Nun eben diesen neu empfohlenen der wird ja schon länger auch bei den anderen Altersgruppen ab achtzehn eingesetzt.
00:17:57: Ja, und außerdem vielleicht können wir das gleich noch mitnehmen weil es so gut passt kam auch die Frage rein ob danach denn weitere Auffrischimpfungen nötig sind also ob der PCV zwanzig Impfstoff auch wieder aufgefrischt werden muss.
00:18:09: Liebe Loreta kannst du diese vielen Fragen einmal kompakt beantworten und hier ein bisschen Licht ins Dunkel bringen?
00:18:16: Ja klar, ich werde mir Mühe geben weil das sind tatsächlich wirklich richtig häufige Fragen.
00:18:22: Generell sollten ja alle Personen ab sechszig beziehungsweise alle Personen von zwei Jahren die ein erhöhtes Risiko für invasive Pneumokockenerkrankungen haben mit PCV-Zwanzig also mit diesem neuen zwanzigvalenten Konjugatimpfstoff geimpft werden.
00:18:37: Wer hat jetzt ein erhöhtes Risiko?
00:18:39: Das sind natürlich Personen mit Grunderkrankungen, zum Beispiel wie wir heute gehört haben unsere chronischen lebererkrankten Patienten.
00:18:48: Aber das sind auch Personen die z.B.
00:18:49: gewisse Fremdkörper wie ein Kochlea-Implantat haben, wo es die Pneumokocken dann auch einfacher haben.
00:18:56: Ja und all diese Personen sollen jetzt eben mit PCV-Zwanzig geimpft werden Und viele haben ja das Risiko schon länger.
00:19:02: deswegen sind sie schon mit anderen Pneuma-Kocken-Impfstoffen vorgeimpft.
00:19:07: Nach dem Dreiundzwanzigvalenten-Polizacharit-Impfstoff, also PPSV XXIII, sollten sechs Jahre abgewartet werden bis PCV XX eingesetzt wird.
00:19:17: Bei einer ganz schweren Immunsupression kann man auch schon nach einem Jahr impfen.
00:19:22: und bei den anderen Konjugatimpfstoffen die zum Beispiel die Kinder bekommen, also PCV XIII oder XV da muss man nur ein Jahr abwarten.
00:19:29: generell Und zu deiner Frage nach den Auffrischimpfungen.
00:19:33: Also aktuell gibt es keine Daten, die nahe legen dass irgendwann nochmal Auffrüsch- impfungen nötig werden.
00:19:39: deswegen wird aktuell nur diese eine Impfung empfohlen.
00:19:42: was die Zukunft zeigen wird werden wir dann eben sehen.
00:19:45: aber bis jetzt ist das ganz einfach Einfach eine Dosis PCV und dann hat man's auch schon geschafft.
00:19:51: Ja danke dir für den schönen Überblick und ich würde sagen das waren heute viele wichtige Hinweise zum einen eben für Patientinnen mit Lebererkrankungen, viele spannende Erfahrungen auch aus der Praxis und interessante Fakten.
00:20:04: Da war denke ich für jeden etwas dabei was man jetzt mit nach Hause beziehungsweise in die Praxis nehmen kann.
00:20:10: Und damit verabschieden wir uns schon wieder von Ihnen.
00:20:13: ein großes Dankeschön noch einmal an Sieb Professor Dr.
00:20:15: Tanbay für Ihre fachliche Expertise und vielen dank wie immer auch an alle da draußen fürs Zuhören!
00:20:21: Und heute haben wir tatsächlich noch ein kleines Geschenk für Sie.
00:20:24: Denn in den Show-Notes, da finden sie den Link zu einem Handout auf unserer Impfakademie-Webseite, welches das Thema Impfen bei Lebererkrankungen noch einmal ganz schön anschaulich zusammenfasst.
00:20:35: In zwei Wochen geht es dann weiter mit onkologischen Erkrankungen.
00:20:37: Wir hoffen, dass Sie auch wieder dabei sind!
00:20:41: Abonnieren Sie immunisiert um keine Folge zu verpassen.
00:20:43: und natürlich freuen wir uns auch wenn Ihnen der Podcast gefällt – und Sie uns eine Bewertung hinterlassen.
00:20:49: also wir freuen uns bis zum nächsten Mal Bis dann.
00:20:52: Bis bald!
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