Onkologie im Fokus – Impfstrategien bei Immunsuppression und modernen Tumortherapien
Shownotes
Gemeinsam mit der Expertin Prof. Dr. Christina Rieger beleuchten Tina Schmitt und Loretta Keller die Besonderheiten der Impfprävention in der Onkologie. Erfahren Sie, warum Krebserkrankungen und Therapien das Immunsystem schwächen und wie Infektionen unerwünschte Therapiepausen erzwingen können. Die Folge erklärt, warum Totimpfstoffe jederzeit möglich sind, welche Neuerungen die AGIHO-Leitlinien für moderne Krebstherapien bieten und warum der Schutz des Umfelds der Patient*innen (Cocooning) essenziell ist. Ein kompakter Leitfaden zur Prävention von Herpes zoster, Influenza, RSV und Co im onkologischen Alltag.
Präsentiert von GSK. Mehr Informationen gibt es unter www.impfakademie.de
„Immunisiert“ richtet sich an medizinisches Personal, im Gesundheitswesen Tätige und Medizinstudierende. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen. Das Hören des Podcasts ersetzt keinen Arztbesuch.
NP-DE-ABX-WCNT-2600010, Juli 2026 NP-DE-ABX-AUDI-260005, Juni 2026
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00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Immunisiert, dem Impfakademie-Podcast.
00:00:13: Ihr kompakter unterhaltsamer Begleiter rund um das Thema Impfen.
00:00:17: Aktuell dreht sich bei uns ja alles um das Themen Impfen in besonderen Situationen – und das hier ist tatsächlich heute schon wieder die letzte Folge unserer Staffel!
00:00:26: Aber ein Thema haben wir noch für Sie denn Loretta und ich nehmen sie heute mit in die Welt der Onkologie.
00:00:32: Heute wollen wir auf die verschiedenen Herausforderungen und Besonderheiten beim Thema Impfen bei onkologischen Erkrankungen eingehen.
00:00:38: Und hier gibt es einiges zu bedenken – und zu beachten!
00:00:42: Und dieses komplexe Thema gehen wir natürlich wieder nicht alleine an, sondern haben uns Unterstützung von einer Expertin auf diesem Gebiet
00:00:48: geholt.".
00:00:53: Ganz genau, liebe Tina!
00:00:55: Unsere heutige Expertin für das Thema Impven bei Onkologisch-Erkrankung ist nämlich Frau Prof.
00:01:00: Dr.
00:01:00: Christina Rieger.
00:01:02: Sie ist Fachärztin für Immnaremedizin, für Hemmatologie, internistische Onkologie und sie ist in der hematologischen Praxis Germaring tätig.
00:01:11: Außerdem ist Frau Prof.
00:01:13: Rieger stellvertretende Vorsitzende der AGIHO also der Arbeitsgemeinschaft Infektionen in der Hematologie und Onkology und koordiniert dort die entsprechenden Leitlinien wo ja auch in diesem Jahr eine neue Leitline herausgekommen ist.
00:01:25: vielleicht hören wir da heute etwas davon.
00:01:28: Liebe Frau
00:01:28: Prof.,
00:01:29: wie schön dass Sie heute bei uns sind!
00:01:31: Liebe Frau Schmidt, liebe Frau Keller.
00:01:33: Vielen Dank für die Einladung!
00:01:34: Es ist eine Ehre Ihren Impfpodcast heute aus onkologischer Perspektive bereichern zu dürfen.
00:01:42: Also ich hoffe, es wird eine Bereicherung.
00:01:43: Schauen wir mal.
00:01:44: Da bin ich mir jetzt schon sicher!
00:01:46: Wir freuen uns auch ganz sehr dass Sie da sind und dann starten wir auch direkt rein.
00:01:50: sie betreuen ja wie ich am Anfang schon gesagt habe täglich zahlreicher onkologisch erkrankte Patientinnen und Patienten.
00:01:57: Und dann fangen wir doch direkt mit einer ganz großen Frage an nämlich welche Auswirkungen können solche Erkrankungen vor allen die entsprechenden Therapien auf unser Immunsystem haben?
00:02:08: Ganz grundsätzlich kann man sagen, dass jede Art von onkologischer Therapie möglicherweise die Immunabwehr beeinträchtigen kann.
00:02:21: Ob das jetzt zu guter Beeinträftigung oder zur Verringerung der Immun-Abwehr führt muss man im Einzelfall dann immer angucken.
00:02:28: Die große Masse der onkologistischen Therapien führen aber dazu, dass Patienten und Patienten mit einer Krebserkrankung eher anfällig für Infektionen sind.
00:02:38: Einerseits durch die Therapie, aber und das ist glaube ich auch ganz wichtig zu wissen.
00:02:42: Durch die Tumorerkrankung selbst gerade wenn es sich um Blutkrebserkrankungen handelt, ist ja die Tumeerkrankung selber mit dafür verantwortlich dass die Immunabwehr, die durch die Leukozouten die weißen Blutkörperchen vermittelt wird häufig schlechter funktioniert.
00:03:00: Das heißt das kommuliert dann in einer deutlich erhöhten Infektionsneigung und einer schlechteren Abwehrfunktion.
00:03:09: Und die Onkologie ist ja nun eines der medizinischen Fachgebiete, was sich wahrscheinlich am schnellsten immer weiterentwickelt und wo immer wieder auch neue Therapien entwickelt werden.
00:03:19: Wie schätzen Sie es denn ein?
00:03:21: Wenn man jetzt an diese modernen Therapien denkt wie zum Beispiel Checkpoint-Inhibitoren oder CD-Kaffee-Sechs-Innibitoren, wo kann man sie denn dort einordnen in dem Einfluss auf das Immunsystem
00:03:31: bzw.,
00:03:32: wie kann man sich dazu auch informieren?
00:03:35: Also ganz grundsätzlich, Sie haben es eingangs gesagt.
00:03:39: Es entwickelt sich stetig weiter.
00:03:41: Gott sei Dank!
00:03:41: Wir haben heutzutage viele neue Therapieansätze für Krebspatientinnen und Patienten zur Verfügung.
00:03:48: Die Checkpoint-Inhibition ist sicherlich ein Meilenstein der letzten Jahre die zu einer deutlichen Verbesserung der Lebenserwartungen von Tumorpatienten mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen geführt hat.
00:04:02: Diese Immuntherapien nutzen natürlich sozusagen die Immunfunktion des Körpers aus, um gegen die Krebszellen aktiv zu werden und diese Immunzellen können dann auch wieder ertüchtigt werden eine bessere Immunabwehrfunktion zu übernehmen.
00:04:22: Ganz grundsätzlich ist es so dass die Zellen die da jetzt benutzt werden aber nicht eins zu eins für Abwehr von bakteriellen Infektionen beispielsweise genutzt werden.
00:04:32: Das heißt, diese Immuntherapeutika stärken die körpereigene Funktionen gegen die Tumorzellen zu arbeiten aber verschlechtern jetzt nicht unbedingt die Immunabwehr.
00:04:44: das ist eine Domäne klassischerweise der Chemotherapie und bestimmter Antikörpertherapien, die sich ganz speziell vor allen Dingen gegen die Lymphozytäre Abwehr des Körpers richten.
00:04:58: Damit wird dann tatsächlich die Immunabwehr vor allem gegen Virusinfektionen eingeschränkt.
00:05:04: Checkpoint-Inhibitoren machen das klassischerweise nicht oder nicht ausgeprägt.
00:05:08: insofern sind diese neuen Therapien eigentlich ein guter Baustein für die Krebsbehandlung heutzutage.
00:05:16: Das finde ich sehr schön, dass Sie das noch mal so klargestellt haben.
00:05:18: Ich glaube da herrscht auch oft gerade bei den allgemeinen Medizinerne ein bisschen Unsicherheit wenn die Patienten solche Therapien bekommen ja auch langfristig.
00:05:28: Jetzt haben wir schon gehört, Ihre Patientinnen haben teilweise ein erhöhtes Infektionsrisiko erkranken.
00:05:33: Teilweise auch schwerer an Infektionen.
00:05:36: Wie sieht es denn jetzt aber umgedreht aus?
00:05:38: Wenn einer von Ihren Patienten eine Infektionerkrankung bekommt, was macht das mit der Grunderkrankungen beziehungsweise auch mit dem Behandlungsplan?
00:05:46: Ja vielen Dank!
00:05:47: Eine ganz wichtige Frage oder ganz wichtiger Punkt.
00:05:51: Jede Infektionalkrankung ist ja mal ein infektiöses ... Event, was auch Nichtkripserkrankte häufig ans Bett fesselt und für Tumor-Patienten ist das natürlich noch viel ausgeprägt.
00:06:05: Das heißt die Infektionen können schwerer verlaufen und sie können vor allen Dingen dazu führen dass die regulär geplante Therapie Weiterführung also die Therapieabfolge unterbrochen werden muss weil es sich natürlich das selbst erklärt, weil es so ist dass Patientinnen und Patienten unter der Tumortherapie die eine Infektion erleiden nicht einfach weiter behandelt werden können.
00:06:30: Das könnte lebensbedrohliche Infektionsverläufe nach sich ziehen und deswegen ist jede Infektionen eigentlich ein Stoppschild für die planmäßige Therapiewalterführung und erst nach vollständiger Apeilung einer solchen Infektion kann man dann mit der Therapie weitermachen und das führt im schlimmsten Falle dazu, dass das Therapiergebnis nämlich vielleicht die vollständige Heilung oder das deutliche Verbessern der Erkrankungssituation durch diese Pause in Frage gestellt wird.
00:07:03: Oder zumindest vielleicht die Chance besteht, dass die Therapie nicht so gut anschlägt wie man sich das
00:07:09: wünscht.".
00:07:09: Ja, dann gilt das ja das auf jeden Fall so gut wie möglich zu verhindern.
00:07:13: Was raten Sie denn Ihren Patientinnen zum Beispiel in Erstgesprächen?
00:07:17: Welche Maßnahmen sollen die Treffen zur Infektionsprävention?
00:07:21: Sie haben völlig recht es gilt diese Infektionen zu verhindern und es gilt vor allen Dingen die Patienten darüber zu informieren dass Infektion Präventionsmaßnahmen über die reine Einnahme vielleicht von Tabletten, die Virusinfektionen oder bakterielle Infektionen verhindern hinausgeht.
00:07:43: Die früheste Präventionsmaßnahme ist natürlich die coolste.
00:07:48: auch das ist die Impfung und wir treffen uns ja heute in ihrem Impfpodcast weil es darum auch gehen soll wie dass bei Tumorpatienten gut funktioniert.
00:07:56: tatsächlich sind Impfungen gegen infektiöse Erkrankungen bestmögliche Strategie schwere Erkrankungsverläufe von impfpräventablen Erkranungen, also Erkankungen die durch Impfen verhindert werden können auch bei Krebspatientinnen und Patienten einzugrenzen.
00:08:16: Allerdings muss man sagen funktionieren Impfungen bei Tumor-Patienten nicht immer hundertprozentig so gut wie bei nicht immun supprimierten Menschen.
00:08:27: ist es allerdings so dass die Impfung in aller Regel doch so guten Schutz bieten, dass schwere Krankheitsverläufe oder tödliche Krankheits- verläufer durch impfpräventable Erkrankungen dann nicht auftreten.
00:08:41: Wir haben das aus der SARS-CoV II Pandemie gelernt, dass die Infektion per See häufig nicht verhindert werden kann.
00:08:49: Das ist ehrlicherweise in der Onkologie durch Impfungen aber auch gar nicht unser Ziel!
00:08:53: Wir schaffen es mit Impfungen sehr gut.
00:08:56: schwere Verläufe, die die Patientinnen und Patienten ins Krankenhaus bringen oder vielleicht sogar eine Intensivstationsbehandlung notwendig machen verhindert werden können.
00:09:05: Und ich glaube allein die Tatsache eine lebensbedrohliche Infektionserkrankung zu verhindern ist ausreichend genug.
00:09:15: Ziel dass man stringent Impfungen bei diesen Patienten empfiehlt.
00:09:20: zum Eingang ihrer Frage, wann sollte das stattfinden?
00:09:23: Am besten vor der Therapie-Einleitung.
00:09:26: Weil man da mit den Patienten bespricht was können sie selber tun?
00:09:30: Was können ihre Angehörigen tun?
00:09:33: und ich glaube es ist auch ganz wichtig zu sagen dass Angehöhrige genauso gut natürlich ihren erkrankten Mitmenschen schützen wenn Sie selbst einen guten Impfschutz haben weil sie einfach dann keine schweren Krankheiten nach Hause bringen die Verzeihung, die Infektionsübertragung durch die engsten Angehörigen damit einfach schon verringert wird.
00:09:57: Da haben Sie mir schon die perfekte Überleitung gegeben.
00:09:59: auf die Impfung wollte ich nämlich jetzt als nächstes auch hinaus.
00:10:03: können sie uns nochmal einen Überblick geben welche Impfungen die STIKO für Ihre Patientinnengruppe empfiehlt?
00:10:11: Grundsätzlich haben wir in Deutschland eine Luxus-Situation.
00:10:15: Wir haben tatsächlich Evidenzbasierte Impfempfehlungen genau für dieses Patientenkollektiv.
00:10:23: Wir haben für immunsuprimierte Menschen ein eigenes Positionspapier der ständigen Impfkommission, der STIKO die sich genau wissenschaftlich damit befasst hat.
00:10:37: welche klaren Empfehlung können zu diesen Impfempfehnungen herausgegeben werden und für alle Erwachsenen Menschen mit Krebs.
00:10:47: Ich bin Erwachsenen-Onkologin, deswegen kann ich nur für dieses Patienten kollektiv sprechen.
00:10:54: Wissen wir das alle Standardimpfungen relevant sind und als Standard Impfung ist zum Beispiel die Täternuss-Impfung, Pneumokockenimpfung für Patienten über sechzigjährig normalerweise empfohlen wichtig.
00:11:15: Diese Sechzig-Jahres-Einschränkung gilt in der Onkologie nicht, es gibt ja auch jüngere erwachsene Patientinnen und Patienten die an Krebs erkranken und für dies einen Impfschutz gegen bakterielle Lungenentzündung natürlich genauso notwendig.
00:11:30: aber wir haben sozusagen die Standardimpfungen die für alle erwachsenen Menschen empfohl werden Ganz apostrophiert auch für die Onkologie.
00:11:38: und wir haben darüber hinaus noch ein paar Empfehlungen, die eben von den Standardimpfempfehlung der STIKO abweichen.
00:11:47: Die sind sozusagen noch spezifischer für immunsuprimierte Menschen mit Krebserkrankung formuliert.
00:11:55: Und können Sie uns vielleicht da gleich noch einen Einblick geben welche das denn sind?
00:11:59: Sehr gerne!
00:12:00: Das war natürlich jetzt ein Tieser.
00:12:04: Wir wissen dass Menschen Insbesondere mit Erkrankungen des blutbildenden Systems und des lymphatischen Systems, also Lymphome, Plasmazellerkrankungen usw.
00:12:18: besonders stark gefährdet sind eine herpes Zoster-Erkrankung zu erleiden.
00:12:25: Man nennt das auch Gürtelrose und diese Herbis-Zosterviren.
00:12:30: Das sind eigentlich die gleichen Viren, die bei Kindern Windpocken auslösen können.
00:12:35: Und wer einmal in seinem Leben eine Windpokenerkrankung hatte kann eine solche Gürttelrose als Reaktivierung dieser Ersterkrankungen bekommen.
00:12:44: Und gegen diese Viren gibt es seit einigen Jahren Impfstoffe, die als zweimalige Impfung für einen sehr langen sicheren Impfschutz garantieren, die einen sehr langen Impfschutz bieten.
00:13:01: Und diese Impfung wird jetzt ganz klar von der STIKO für alle Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen mit vollendetem achtzehnten Lebensjahr also ab dem achtzehnten Geburtstag empfohlen.
00:13:13: in der Vergangenheit war das zeitlich eingeschränkt hat man gesagt ab dem fünftigsten Geburtstag.
00:13:18: Den letzten Monaten hat die STIKO diese Impfempfehlung erweitert und für alle Menschen ab dem achtzehnten Geburtstag wird jetzt diese zweistufige Herrbis Zoster-Impfung empfohlen.
00:13:30: Und darüber hinaus eine weitere Impfung, die für TUMA Erkrankte besonders wichtig ist, ist für jetzt über sechzigjährige Patientinnen Patienten mit Krebs die RSV Impfung.
00:13:42: Sie haben vielleicht auch während der SARS-CoV II Pandemie oder kurz danach mitverfolgt dass wir Auswertungen aus großen Patientinnen und Patientenkollektiven hatten, welche Viruserkrankungen die Menschen letztendlich ins Krankenhaus geführt haben.
00:14:00: Und das war in vielen Fällen gar nicht SARS-CoV II sondern Influenza also auch eine klassische Viruserkrankung der Herbstwinterzeit und die RSV-Infektion.
00:14:11: RSV ist bei Kleinkindern häufig und wir haben aber durch diese SARS-CoV-II-Pandemie Auswertungen gelernt, dass diese Infektion auch sehr häufig immunsuprimierte und ältere Menschen erleiden.
00:14:26: Und es macht also Sinn in diesem Patientenkollektiv eine Impfung durchzuführen.
00:14:32: Die STIKU empfiehlt die RSV-Impfung für alle Menschen über seventy fünf.
00:14:37: oder für Immunsuprimierte und da zählen ganz explizit auch die Patientinnen und Patienten mit hermato-onkologischen Erkrankungen dazu, mit dem vollendeten sechzigsten Lebensjahr.
00:14:47: Also ab sechszig auch für Krebspatienten und Patienten.
00:14:51: Und das sind schon so die zwei wichtigsten zusätzlichen Empfehlungen, die es jenseits der STIKO Standardempfehlung gibt Zusatzempfehlungen.
00:15:02: Da sind wir ganz stolz natürlich auch in der Arbeitsgemeinschaft Infektionen, in der HMATO Onkologie darauf.
00:15:09: Wir haben sehr früh gesagt dass immunsuprimierte Menschen oder Krebspatientinnen und Patienten einen besonderen Schutz brauchen.
00:15:16: Und wir haben uns sehr stark gemacht dafür das diese beiden Impfungen eben für Menschen mit Krebserkrankung jetzt auch zur Verfügung stehen.
00:15:25: Ja, das ist wirklich sehr wichtig.
00:15:27: Genauso wie natürlich auch – wie Sie schon erwähnt haben – Influenza COVID dass da eben der Impfpass gut gefüllt wird.
00:15:35: Schon gewusst?
00:15:37: mRNA-Impfstoffe gegen Krebs könnten schon bald Realität werden.
00:15:41: Besonders weit ist die Forschung bei Melanom.
00:15:43: In Studien wurde ein individuell zugeschnittener mRNA-Imfstoff mit einer Antikörpertherapie kombiniert Mit beeindruckenden Ergebnissen.
00:15:52: Das Besondere Der Impfstoff wird auf die genetischen Merkmale des Tumors zugeschnitten und trainiert das Immunsystem, Krebszellen gezielt zu erkennen und zu bekämpfen.
00:16:00: Ein Ansatz der die Onkologie grundlegend verändern könnte!
00:16:07: Jetzt haben sie schon gesagt, dass es am besten wäre man würde vor Therapiebeginn impfen.
00:16:11: Nun ist ja gerade bei einer onkologischen Erkrankung der Therapie Beginnen oft ein bisschen zeitkritisch und gerade wenn der Impfausweis noch nicht so gut gefüllt ist da manchmal noch ganz schön viel zu tun.
00:16:23: Darf man denn auch während der Therapy impfen bzw wann darf man vielleicht auch nicht impfen?
00:16:28: Was würden Sie dazu sagen?
00:16:30: Ganz guter Punkt Frau Keller.
00:16:31: vielen Dank!
00:16:32: Impfen darf man grundsätzlich immer Solange es sich um Todimpfstoffe handelt.
00:16:39: Todimpftoffe sind inaktivierte entweder Viruspartikel oder direkt sozusagen Eiweißbestandteile, die die Immunantwort triggern.
00:16:50: von diesen Impfstoffen geht niemals an Infektionsrisiko aus.
00:16:55: Lebend Impfstoffe so das klassische Beispiel ist zum Beispiel die Gelb-Fieberimpfung.
00:17:01: der eine oder die andere, die schon mal weiter weg in Urlaub geflogen sind ohne Geldfieberimpfen notwendig ist weiß man fühlt sich auch als gesunder Mensch nach dieser Impfung so ein bisschen angezählt.
00:17:13: Das ist ne lebend Impfung, die zwar mit abgeschwächtem Virus durchgeführt wird aber von diesem Virus geht potenziell die Möglichkeit einer Impferkrankung aus.
00:17:23: Lebendimpfstoffe sind bei Tumor-Patientinnen und Patienten während der Therapiefase oder während der Phase, in der sie sozusagen gesund werden, kontraindiziert.
00:17:34: Todimpfstoffe – das sind alle die wir vorher besprochen haben also SARS-CoV-II Impfung, Influenza-Impfung, Tetanusdifterie und Keuchhusten, die Pneumokocken-Impfunke, die RSV-Impfang all das sind Todimpftoffe.
00:17:50: Die dürfen jederzeit auch während der Therapie gegeben werden.
00:17:55: Die Einschränkung mit diesem am besten Vortherapie-Einleitung Impfen rührt daher, dass wir wissen vor einer Immunsuppression sind die zur Verfügung stehenden Zellen, die eine Immunabwehr dann bilden also die die Immunglobuline, die wir messen können als Impfantwort noch in guter Zahl vorhanden und die können dann besonders aktiv werden und eben einen guten Impfschutz vermitteln.
00:18:19: Während der Therapie können diese Plasmazellen, die die Immunglobuline provozieren, antheilig auch reduziert sein.
00:18:27: Und deswegen kann der Impfschutz reduziert werden.
00:18:31: Das heißt nicht dass es gar nicht funktioniert aber das funktioniert in aller Regel etwas schlechter und deswegen wenn's geht den optimalen Zeitpunkt eben vor Therapieeinleitung nutzen.
00:18:42: Aber grundsätzlich wenn man das nicht schafft oder wenn das verpasst worden ist darf mit Todimpfstoffen jederzeit Tumortherapie geimpft werden.
00:18:51: Man muss dann halt mit einem potenziellen niedrigeren Impfschutz rechnen, aber sinnvoll ist Impfen auch während der Therapie
00:18:58: allemal.".
00:18:59: Und wie würden Sie das ganz praktisch machen?
00:19:01: Wer ist denn zuständig?
00:19:03: Ihrer Meinung nach sind das denn eher die Hausärzte-Hausärztinnen oder die Onkologinnen und Onkologe?
00:19:09: Wer soll das am besten übernehmen?
00:19:11: Am Besten macht derjenige es er den Patienten vor der Therapieneinleitung sieht und dran denkt.
00:19:20: Das können gerne die hausärztlichen Kolleginnen und Kollegen sein, das können natürlich auch gerne die hermato-onkologischen Kolleginnen und kollegen sein.
00:19:29: Wichtig ist nur dass die Impfung gemacht wird und momentan diskutieren wir sehr häufig darüber wessen Zuständigkeit ist es?
00:19:37: ich glaube wir tun unseren Patientinnen und Patienten was sehr gutes wenn wir einfach zur Spritze greifen und die Impfungen durchführen.
00:19:45: Kein Kompetenzgerangel.
00:19:46: Jeder Arzt, jede Ärztin darf impfen und wer daran denkt und den optimalen Zeitpunkt nicht verpassen möchte, der macht es.
00:19:53: Und ganz wichtig vielleicht auch für alle Patientinnen und Patienten, die heute zuhören einfach mal fragen egal bei wem man ist?
00:20:01: Vielleicht ist man auch noch einmal bei der Gynäkologin als Patientin mit Brustkrebs und möchte das klären.
00:20:07: Auch da kann man sich impfen lassen.
00:20:09: Jeder arzt darf impfern.
00:20:13: Ich hoffe, dass es sich rumgesprochen hat das Impfen für Kripspatientinnen und Patienten eben besonders wichtig ist.
00:20:18: Im Grunde wer's macht?
00:20:20: Ist der Richtige?
00:20:21: Ja Das kann ich nur unterschreiben.
00:20:23: Und manchmal müssen die PatientInnen jetzt ja auch einfach von mehreren Seiten hören um überzeugt zu sein.
00:20:28: Jetzt habe ich schon bei ihrer Begrüßung die neue Leitlinie der AGIHO erwähnt.
00:20:35: Was würden sie denn sagen?
00:20:36: Die Impferfehlungen die da thematisiert werden unterscheiden die sich von der Stich oder betonen die noch Themen ganz besonders,
00:20:44: die betonen tatsächlich ein paar Themen ganz besonderes.
00:20:48: Da kommen wir so wieder zu Ihren Eingangskommentaren, dass es ja viele neue Tomaterapien gibt.
00:20:55: In dieser neuen Impfleitlinie die übrigens online verfügbar ist.
00:20:58: Wir sind wahnsinnig stolz weil wir als deutschsprachige Fachgesellschaft das in einem hochragengängigen internationalen Journal publizieren konnten.
00:21:06: Wir erhoffen uns damit auch eine gute Information aller Kolleginnen und Kollegen in der Hermato-Onkologie in Deutschland Österreich und der Schweiz und darüber hinaus.
00:21:16: Und ganz grundsätzlich ist die Basis auch unserer Empfehlungen natürlich das, was evidenzbasiert vorhanden ist.
00:21:23: Die STIKO-Empfehlung bieten das Grundgerüst aber für bestimmte neue Therapieformen zum Beispiel die Therapie mit KT-Zellen oder mit bispäfischen Antikörpern.
00:21:35: also ganz moderne Therapieansätze werden hier speziell adressiert und wir haben hier Unterkapitel für Patientinnen und Patienten mit lymphatischen Erkrankungen geschaffen.
00:21:46: Bei diesen werden diese zwei genannten neuen Therapieansätze eingesetzt, um hier auch den Kolleginnen und Kollegen eine Hilfestellung anzubieten ob bei diesem Therapien geimpft werden kann.
00:21:58: ich kann das kurz machen.
00:21:59: ja es kann so lange sein Tod Impfstoff ist und welche Therapien mit einem besonders guten oder besonders schlechten Impfansprechen assoziiert sind.
00:22:11: Weil diese Trapi-Ansätze so modern sind, gibt es noch nicht wahnsinnig viele Studien dazu und wir haben versucht alles was bis Ende vergangenen Jahres also Ende im Jahr zwanzig fünfundzwanzig an publizierten Daten zur Verfügung stand gut zusammen zu fassen.
00:22:28: Und ich glaube das ist für den Alltag in der Helmato-Onkologie wirklich eine gute Hilfestellung weil eben die neuen Trapiformen jetzt auch irgendwie was das Impfen angeht, adressiert wurden.
00:22:44: Das ist bisher noch nicht der Fall gewesen und da sind wir stolz drauf und froh, dass wir unseren Kolleginnen und Kollegen unter die Arme greifen können.
00:22:53: Auf jeden Fall!
00:22:54: Ich hab mich auch sehr über die neue Leitlinie gefreut.
00:22:58: Schon gewusst?
00:22:59: Die HPV-Impfung gilt als die erste echte Impfung gegen Krebs.
00:23:03: Denn sie kann vor Infektionen mit humanem Papillomaviren schützen – Wie groß der Effekt sein kann, zeigt ein Blick nach Australien.
00:23:13: Bei dort sehr hohen Impfquoten von über achtzig Prozent gehen Forschende davon aus dass Gebärmutterhalskrebs dort bis etwa zwanzig fünfunddreißig nahezu eliminiert werden könnte.
00:23:24: In Deutschland ist man allerdings noch ein Stück entfernt.
00:23:26: Die Impfquote liegt hier mit nur gut Fünfzig Prozent deutlich niedriger.
00:23:31: Ein entscheidender Hebel also um Krebsprävention weiter voran zu bringen.
00:23:38: Jetzt komme ich noch mal zu einem Punkt, den Sie vorhin schon so ein bisschen angerissen hatten.
00:23:42: Nämlich die Kontaktpersonen also das nahe Umfeld.
00:23:45: Sie hatten ja schon gesagt dass auch diese zusätzliche Impfungen benötigen.
00:23:50: wie ist es denn da?
00:23:51: Sind das genau die gleichen wie für die Tumorpatientinnen selber bzw dürfen sie denn mit Lebensimpfstoffen geimpft werden?
00:23:59: Ganz grundsätzlich sind das genau die gleichen Impfungen, die jeder erwachsene Mensch oder jedes Kind gemäß STIKO-Impfkalender erhalten soll.
00:24:08: Eine kleine Einschränkung, wenn es sehr nahe Angehörige sind, die im gleichen Haushalt wie in der Tumorerkrankte Patientin leben, dann sollten diese Angehöhrigen nicht mit Lebendimpfstoffen geimpft werden von denen potenziell wieder die Gefahr einer Impferkrankung ausgeht, weil sie sich dann natürlich auch auf den Angehörigen der Tume erkrankt ist übertragen lassen könnte.
00:24:37: Die klassischen Beispiele, die man hier nennen kann sind zum Beispiel die Rotavirus-Impfung – es kann ja sein dass eine junge Mama oder ein junger Papa an Krebs erkrankte und der kleine Impfling diese Rotavirusimpfung bekommen sollte.
00:24:51: das wäre Eine Situation, wo wir als Hemmato-Onkologinnen und Onkologen sagen diese Impfung vielleicht verschieben auf den Zeitraum.
00:24:59: Wo Mama oder Papa nicht mehr stark immunsuprimiert sind das Risiko einer Übertragung dieser Rotavirus-Impferkrankungen dann nicht zu Buche schlägt.
00:25:11: Und das gleiche gilt auch theoretisch für Masern, Mumsrödeln oder Varicellen.
00:25:16: Diese Mehrfachimpfung ist ja auch bei Kleinkindern früh dran.
00:25:21: Diese Impfung vielleicht dann auch postponieren oder in den Tagen um die Impfungen herum, dann vom Impfling Abstand halten zur krebserkrankten Person?
00:25:33: Also ich glaube das sind so Faustregeln.
00:25:36: ansonsten bitte unbedingt im Sinne der nächsten Liebe unter Verantwortung für den Angehörigen Krebs erkrankt ist, wirklich gucken ob man guten Impfschutz hat.
00:25:47: Jede Erkrankung die wir als Ärztinnen und Ärzte als Pflegarin oder Pfleger und natürlich als Familienangehörige oder Freunde nicht zu einem immun supprimierten Menschen hintragen ist glaube ich das Beste was man denen schenken kann.
00:26:03: Empathie und wirklich ernst gemeinte Fürsorge schließen meiner Meinung nach und ich hoffe von den Zuhörerinnen und Zuhören auch eine gute Impfprävention mit ein.
00:26:14: Und wir können, glaube ich ganz viel Gutes tun wenn wir selbst auf den aktuellen Impfschutz achten.
00:26:22: und das wäre auch mein Play-Doh.
00:26:23: je an alle Kolleginnen und Kollegen draußen die zuhören wirklich die Influencerimpfung machen wirklich dieses ASCOV II Aufflug impfen machen.
00:26:31: Ich weiß Wir sind alle irgendwie müde und haben das alles längst abgehakt Aber auch die vergangenen Herbstwinter-Saison hat wieder gezeigt, dass wir schwere Verläufe haben.
00:26:40: Insbesondere bei Tumorerkrankten und wir dürfen einfach nicht diese Infektionen zu unseren Patienten tragen.
00:26:48: Auf jeden
00:26:49: Fall!
00:26:50: Jetzt gehen wir noch einen kleinen Schritt weiter.
00:26:52: Wir haben jetzt die Kontaktperson gut geschützt, wir haben unsere Patientin unseren Patienten gut geschürzt.
00:26:57: der konnte die Therapie planmäßig durchlaufen ohne Infektion.
00:27:01: nun ist die Therapy beendet, die Onkologische.
00:27:04: Die Tumorerkrankung ist wie man es nennt den Remissionen kann man jetzt sagen dass die Immunantwort der Person irgendwann wieder zum Ausgangs Stadium zurückkehrt oder wenn ja wann?
00:27:16: Oder ist das bei Natubererkrankungen eigentlich gar nicht mehr möglich?
00:27:20: Das Gute ist, wenn es wirklich gut geworden ist dann kehren wir auch individuell unterschiedlich mit der Dauer natürlich zu einem völlig normalen Immunsystem zurück.
00:27:33: Wann diese Normalität eintritt?
00:27:36: Das ist von Erkrankung zur Erkrankung unterschiedlich.
00:27:38: das hängt auch von den Therapien ab und es ist individuell.
00:27:45: kann gelten, dass hematologische Tumorerkrankungen also Leukämien und Lymphome in aller Regel länger längerer Regenerationszeit bedürfen bis eine Normalisierung der zellulären und humoralen Immunabwehr.
00:28:04: Also die Funktion der weißen Blutkörperchen Immunglobulin-Level wieder vorhanden ist.
00:28:16: Bei Menschen, die eine solide Tumorerkrankung haben – also die Klassiker Brustkrebs, Lungenkrebs und Dickdarmkrebs -, da sind die Tumoterapien häufig nicht so sehr einschränkend für die cellulärer und tumorale Immunabwehr.
00:28:32: Da regeneriert sich das gute Immunsystem häufig etwas schneller!
00:28:38: Individuell muss man das messen.
00:28:41: Man kann es schlecht vorhersagen, für die hematologischen Tumorerkrankungen ist es so, dass man da über das Differenzialblutbild oder über die Lymphozytenwerte im peripheren Blut anhalt dafür hat Wanda's allmählich sich wieder normalisiert.
00:28:56: Das geht in vielen Fällen nicht sehr schnell.
00:28:59: Es dauert meist Monate zum Teil auch bis zu ein zwei Jahren nach Therapieende.
00:29:04: aber wie gesagt das ist individuell unterschiedlich.
00:29:07: Ja und dann sind wir nämlich jetzt schon am Ende unserer Folge angekommen, liebe Frau Professor Rieger.
00:29:11: Sie hatten vorhin schon ein schönes Plädoyer an unsere Zuhörenden aber ich möchte Ihnen trotzdem noch unsere traditionelle Abschlussfrage stellen, nämlich wenn sie nur eine einzige Sache den Zuhörenden mitgeben möchten könnten die sie ab morgen ändern sollten oder machen sollten was wäre denn der wichtigste Hebel?
00:29:29: Tun Sie es einfach!
00:29:30: Impfen Sie die Patienten und lassen sich selber impfen
00:29:34: Wunderbar.
00:29:35: Dann liebe Frau Professor Riga, vielen Dank, dass Sie heute bei uns waren!
00:29:39: Sie haben uns wirklich sehr interessante spannende Einblicke gegeben.
00:29:42: Ich habe wie immer hier im Podcast ganz viel gelernt und ganz viel mitgenommen und auch das sie es so schön lebendig gestaltet haben aus ihrem Alltag hat mir sehr gut gefallen und ich hoffe unseren Zuhörnern denn auch.
00:29:54: Vielen, vielen dank!
00:29:55: Danke schön!
00:29:57: Frage der Woche.
00:29:59: Ja und wir sind noch nicht ganz am Ende der Folge angekommen.
00:30:02: Wir haben nämlich natürlich auch unsere Frage der Woche mitgebracht, liebe Tina magst du uns kurz beraten worum es da heute geht?
00:30:09: Ja das mache ich sehr gerne!
00:30:11: Wir haben wieder ein bisschen gesammelt was sie draußen in den Praxen aktuell bewegt und wahrscheinlich weil wir gerade kurz vor der Haupturlaub-Saison stehen hat sie in den letzten Wochen das Thema Tollwut besonders beschäftigt.
00:30:23: Denn die Empfehlung zur Tollwutimpfung, die sorgt immer mal wieder für kleinere oder vielleicht auch größere Unsicherheiten.
00:30:29: Die am meisten gestellte Frage hierzu ist ob es jetzt wirklich so ist dass nach den drei Dosen keine Auffrischungen mehr benötigt wird?
00:30:38: Liebe Loreta kannst du unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern dazu ein wenig Orientierung mitgeben.
00:30:44: Na klar Tina, das mache ich und ja bei diesem Thema herrscht tatsächlich viel Verwirrung!
00:30:49: Ich kann es auch verstehen denn es ist ja ein wichtiges Thema den ohne einen effektiven Impfschutz verläuft eine Tollwut-Infektion in der Regel tödlich und das sollte verhindert werden.
00:31:00: Deutschland selber gilt zum Glück seit vielen Jahren als Tollwut frei, aber es gibt eben das Risiko für Reisende oder auch für Labor-Mitarbeitende die eben beruflich mit Tollwoodvieren in Kontakt geraten.
00:31:13: Ja nun gibt es ja verschiedene Impfstoffe und in den Fachinformationen gibt es sehr unterschiedliche Aussagen zur Notwendigkeit von Auffrischimpfung.
00:31:22: Die STIKO
00:31:22: sagt aber dass eine Grundimmunisierung, die aus drei Impfstoffdosen besteht bei immungesunden Personen ausreicht, um eben eine ausreichende Booster-Fähigkeit zu bewirken.
00:31:35: Was bedeutet das?
00:31:36: Wenn die Personen dann auf der Reise zum Beispiel doch von einem tollwütigen Hund gebissen werden, können sie die Postexpositionsprophylaxe erhalten also eine Impfung an Tag Null und Tag Drei und das ist damit ausreichen.
00:31:50: Das heißt keine regulären Auffrischimpfungen nötig!
00:31:54: Für Reisende, die immun gesund sind werden auch keine serologischen Kontrollen empfohlen.
00:31:59: Anders sieht das aber bei Laborpersonal aus, die ja doch noch mal ein höheres Risiko haben einfach durch den direkten Kontakt zu den Vieren.
00:32:07: Da sollten serologische Kontrollens zum Ausschluss eines Impfversagens erfolgen und wenn diese eben keine ausreichenden Täter zeigen dann auch nochmal eine Boosterung.
00:32:17: Ich hoffe, damit konnte ich ein bisschen Klarheit in diese kleine Verwirrung bringen.
00:32:21: Ja
00:32:21: ganz bestimmt!
00:32:22: Super.
00:32:22: danke dir Loretta.
00:32:24: Das war wie ich finde wieder eine sehr spannende Folge und ein wunderbarer Abschluss für unsere aktuelle Staffel.
00:32:31: wir bedanken uns fürs Zuhören und ein großes Dankeschön natürlich auch an Sie Frau Professor Rieger für ihre fachliche Expertise.
00:32:39: Auf uns und auch auf sie wartet jetzt schon wieder die nächste Special-Folge mit allen STIKO Updates und Highlights der letzten Monate.
00:32:47: Abonnieren Sie immunisiert am besten, um diese neue Folge dann nicht zu verpassen!
00:32:51: Und natürlich freuen wir uns immer über eine Bewertung.
00:32:55: Also – Eine schöne Zeit Ihnen und bis zum nächsten Mal!
00:32:58: Tschüss!
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