Diabetes mellitus und Impfschutz: Risiken minimieren, Infektionen vorbeugen

Shownotes

Diabetes mellitus geht oft mit einem deutlich erhöhten Risiko für schwere Infektionen einher. In dieser Folge sprechen Kirstin und Loretta mit dem Diabetologen Prof. Dr. Gallwitz darüber, warum Impfungen für Betroffene so wichtig sind. Erfahren Sie, welche Impfungen empfohlen werden, wie sich Blutzucker und Infektionen gegenseitig negativ beeinflussen und wie sich Impflücken im Praxisalltag schließen lassen. Zudem klärt die „Frage der Woche“ den optimalen Zeitpunkt für die RSV-Impfung.

Sie haben auch eine Frage der Woche? Dann stellen Sie uns diese gern unter https://www.impfakademie.de/q-and-a/

Präsentiert von GSK. Mehr Informationen gibt es unter www.impfakademie.de

„Immunisiert“ richtet sich an medizinisches Personal, im Gesundheitswesen Tätige und Medizinstudierende. Trotz größter Sorgfalt können wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen. Das Hören des Podcasts ersetzt keinen Arztbesuch.


NP-DE-ABX-AUDI-260009, September 2026 NP-DE-ABX-WCNT-260022, September 2026

Transkript anzeigen

00:00:08: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Immunisiert, dem Impfakademie Podcast.

00:00:13: Ihr kompakter unterhaltsamer Begleiter rund um das Thema Impfen?

00:00:17: Ich bin Kirstin...

00:00:18: ...und ich bin Loretta!

00:00:20: Und gemeinsam begleiten wir Sie durch die Folgen dieser Staffel.

00:00:23: Heute sprechen wir über eine Erkrankung, die Millionen von Menschen betrifft – und dass es in Deutschland etwa jede zehnte Person davon betroffen ist.

00:00:31: Es geht um Diabetes mellitus.

00:00:33: Vielen ist bekannt, dass Diabetes sich negativ auf den Stoffwechsel auswirken kann.

00:00:38: Was viele Menschen aber nicht wissen, ist dass diese Erkrankung auch mit einem erhöhten Infektionsrisiko und schweren Verläufen einhergehen kann.

00:00:46: Und genau darüber möchten wir heute sprechen – und darum warum Impfungen bei diesen Menschen besonders wichtig sind!

00:00:56: Loretta magst du uns einmal verraten wer unser Gast ist?

00:01:00: Ja, heute sind wir hier gemeinsam im Podcaststudium mit unserem Experten-Herr Prof.

00:01:05: Galwitz.

00:01:06: Er ist renommierter Diabetologe, Endocrinologe und Internist und hat langjährige wissenschaftliche und klinische Erfahrung im Bereich Diabetes Melitus.

00:01:16: Außerdem ist er Sprecher- und Vorstandsmitglied der Deutschen Diabetes Gesellschaft DDG und setzt sich dort sehr stark für die Prävention von Infektionskrankheiten bei Menschen mit Diabetes ein.

00:01:27: Lieber Herr Prof.

00:01:28: Galwitz herzlich willkommen in unserem Podcast!

00:01:32: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:35: Ja, ich würde sagen wir starten direkt in unser Interview und vielleicht zum Einstieg nochmal so ein bisschen zum Krankheitsbild Diabetes Melitus überhaupt.

00:01:45: Wenn Sie da an Ihre Patientinnen und Patienten denken.

00:01:48: was sind da die häufigsten Ursachen für den Diabetes?

00:01:52: Es gibt mehrere Formen von Diabetes.

00:01:55: Diabetes ist eine Erkrankung die durch hohe Zuckerwerte gekennzeichnet ist und am allerhäufigsten etwa neunzig Prozent der Menschen, die einen Diabetes haben, haben einen sogenannten Typ II-Diabetes.

00:02:09: Der sich dadurch auszeichnet dass das körpereigene Insulin nicht mehr so gut wirken kann und es dadurch die Blutzuckerwerte erhöht sind.

00:02:18: Das sind meistens Leute im fortgeschritteneren Erwachsenenalter Und auch ältere Leute und diese Erkrankung ist häufig auch assoziiert mit hohem Blutdruck, einer Fettsstoffwechselstörung und daher sind die Komplikationen häufig auch Gefäßerkrankungen.

00:02:37: Weitaus weniger und das betrifft etwa vierhunderttausend Leute in Deutschland ist der Typ I Diabetes.

00:02:46: bei dem fehlt Insulin komplett und man muss lebenslang eine Insulintherapie durchführen.

00:02:54: Typ zwei Diabetes betrifft in Deutschland etwa neun, drei Millionen Personen und es gibt sicher noch ein bis zwei Millionen die ihre Diagnose noch gar nicht haben weil sie nicht zum Arzt gegangen sind.

00:03:08: Ja nun haben ja viele Menschen diese Erkrankung über Jahre oder Jahrzehnte.

00:03:12: Sie hatten gerade schon die Gefäßerkrankungen als Komplikation angesprochen.

00:03:16: was sind denn noch andere typische Komplifikationen die sich dann so über die Zeit einstellen?

00:03:22: Also häufige Komplikationen sind eben auch mit Gefäß bedingt, dass die Nieren nicht mehr so gut arbeiten.

00:03:33: Dass man auch Nervenschäden bekommen kann.

00:03:37: Ein diabeteses Fußsyndrom mit Wunden an den Füßen.

00:03:42: Das häufig auch Übergewicht und Adipositas mit auftreten.

00:03:47: Und das dadurch natürlich auch die Atmungsorgane mit betroffen sind zum Beispiel mit einem sogenannten Schlafabnöse-Syndrom, wo man nachts dann Atemaussetzer hat und Schnarchen.

00:04:01: Also ein sehr, sehr vielfältiges, vielschichtiges Krankheitsbild was da eben entstehen kann.

00:04:07: und wir hatten ja jetzt im Intro auch schon angesprochen dass gerade auch Personen mit Diabetes ein erhöhtes Risiko für Infektionserkrankungen haben bzw.

00:04:16: auch dafür sehr schwer zu erkranken.

00:04:19: vielleicht können sie unseren Zuhörnern nochmal erklären woran das liegt.

00:04:24: Das ist richtig.

00:04:25: Menschen mit Diabetes haben häufig ein erhöhtes Infektionsrisiko, vor allem wenn die Blutzuckerwerte erhöht sind oder eben über lange Zeit hohe Blutzucherwerte bestehen und das ist sozusagen eine Zweibahnstraße.

00:04:43: zum einen ist es so dass bei hohen Zuckerwerten die körpereigene Immunabwehr geschwächt ist und dadurch eben Infektionen vom Körper nicht so gut bekämpft werden können.

00:04:58: Zum anderen ist es auch so, dass bei hohen Zuckerwerten vor allem bakterielle Infektion einen Nährboden finden und sich weiter ausbreiten können.

00:05:11: diese beiden Effekte tragen dazu bei, dass eben Infektionen häufig länger verlaufen.

00:05:18: Hartnäckiger sind, schwerer Verlauf haben und häufig auch mit Komplikationen noch weiter einhergehen.

00:05:25: also zum Beispiel das auch nach einer Virusinfektion der Lunge dann auch eine bakterielle Lungenentzündung sich obendrauf setzt.

00:05:36: Ja und umgedreht ist es ja jetzt natürlich auch so, dass wahrscheinlich die Infektionserkrankung dann wieder auch einen negativen Einfluss auf die Grunderkrankungen also auf den Diabetes selbst haben kann.

00:05:46: Nämlich mal an.

00:05:47: vielleicht haben sie da irgendwie nochmal ein Beispiel dafür.

00:05:51: oder wie lange hält dann dieser Beeinflussung an?

00:05:56: Also das ist natürlich immer so wenn der Körper stark belastet ist dann gerät auch der Blutzuckerspiegel leicht durcheinander.

00:06:05: Und was hier bei Infektionen besonders passiert, ist das eben durch die Botenstoffe, die bei Infektion im Körper freigesetzt werden.

00:06:15: Stresshormone freigesetzen werden, dass das dazu führt, dass die Zuckerwerte noch höher sind und deswegen häufig mit der normalen Diabetestherapie, die man vorher gemacht hat um den Blutzucker zu senken alleine gar nicht mehr auskommt.

00:06:32: Und manchmal braucht man dann eben bei starken Infektionen auch vorübergehend eine Insulintherapie.

00:06:40: Und Menschen mit Type I Diabetes, die ohnehin eine Insulintherapie machen, haben dann häufig Schwierigkeiten, bei schweren Infektionen die Insulin Therapie anzupassen.

00:06:51: Ich glaube, das veranschaulicht sehr gut.

00:06:53: Dass man die Menschen möglichst gut vor Infektionserkrankungen schützen sollte oder diese gut vorbeugen sollte.

00:07:00: Das spielen natürlich die Blutzuckereinstellung und Lebensstilveränderungen

00:07:05: usw.,

00:07:05: eine ganz wichtige Rolle.

00:07:07: aber wir sind ja hier bei der Impfakademie.

00:07:09: deswegen möchten wir heute auch über die Impfprävention reden.

00:07:14: Vielleicht können Sie uns da mal einen Überblick geben welche Impfungen den Menschen mit Diabetes mellitus brauchen auch gerade bei den unter- sechzigjährigen, was gibt es dafür zusätzliche Impfungen?

00:07:26: Zusätzlich zum altersentsprechenden Impfkalender.

00:07:30: Also Impfen ist sehr wichtig und wir haben in Deutschland das Problem dass wir leider nicht sozusagen Impfschutz überall wirklich gut haben weil das manchmal so ein bisschen vernachlässigt wird und häufig bei Arztbesuchen nicht nachgefragt wird, haben sie alle Impfungen.

00:07:49: Und auf der anderen Seite auch diejenigen, die zum Arzt gehen selber nicht dran denken, nach Impfung nachzufragen.

00:07:57: Die ständige Impfkommission gibt Impfempfehlung heraus den Standardimpfungen gegen die Kinderkrankheiten und gegen Tetanus und Difterie, sollten eben die Menschen auch durchgeimpft sein.

00:08:20: Gegen Grippe, gegen COVID-IX dann ab... ohne Diabetes ab einem Alter von fünfundsebzig auf jeden Fall gegen das RSV-Virus, dass schwere Infektionen der Atmungsorgane machen kann.

00:08:38: Gegen Herpes Zoster ab sechzig Jahren für Menschen ohne Diabetis, ab achtzehn Jahre für Menschen mit Diabetes um die Gürtelrose zu verhindern.

00:08:50: und dann gibt es eben auch noch Impfungen gegen Hepatitis B, die vor allem auch Menschen mit Diabetes haben sollten.

00:09:01: Die Folgeerkrankungen haben, die darauf einen Einfluss haben, dass man vielleicht bald nie ein Ersatztherapie

00:09:08: braucht.".

00:09:12: Wer kennt's nicht?

00:09:13: Der Impfpass ist immer genau dann nicht aufhindbar, wenn man ihn gerade einmal braucht!

00:09:18: Mit dem elektronischen Impfpass könnte sich dieses Problem in Zukunft gelöst haben... Impfungen sollen nämlich digital in der elektronischen Patientenakte hinterlegt werden und sind so jederzeit ganz bequem per Smartphone abrufbar.

00:09:31: Das macht die Dokumentation von Impfungen einfacher, und hilft dabei den Überblick über anstehende oder fehlende Impfungen zu behalten – ein weiterer Schritt hin zu einem einfacheren und moderneren Impfmanagement!

00:09:46: Ja, auf jeden Fall sind ja eine ganze Menge Impfungen.

00:09:50: Sie sind ja selber auch wie ich schon eingangs sagte Mitglied der DDG.

00:09:54: Wie sieht es denn bei den Fachgesellschaften aus?

00:09:57: Unterstützen die diese Impfempfehlung auch sehr oder haben die teilweise noch andere Empfehlungen oder zusätzliche?

00:10:04: Also wir unterstützen diese Impfempfehlungen sehr, weil wir eben sehen dass Menschen mit Diabetes besonders wenn sie jetzt chronisch höhere Blutzuckerwerte haben.

00:10:15: Besonders gefährdet sind und wir haben deswegen im letzten Jahr erstmals auch in unseren Praxisempfehlung die wir jährlich aktualisieren Impfempfehlung herausgegeben.

00:10:27: Wir machen das dieses Jahr wieder und stellen die auch sozusagen als eigene solitäre Praxisempfehlungen in unseren ganzen Bündel von Empfehlung noch mal gesondert da.

00:10:41: Und da folgen wir eben den Empfeilungen der ständigen Impfkommissionen, die evidenzbasiert sind und eben zeigen dass Menschen mit Diabetes von diesen Empfehmungen tatsächlich profitieren.

00:10:53: Ja ich finde das unterstreicht es nochmal sehr schön was Dich Diko sagt unter den Diabetologen und Diabetologinnen nochmal betont wird, finde ich sehr gut.

00:11:05: Jetzt hatten Sie gerade schon angesprochen das Personen mit Diabetes mellitus ab achtzehn gegen Herpes Zoster und ab sechzig gegen RSV geimpft werden sollen gemäß STIKO.

00:11:15: die STIKo schreibt ja da in ihrer Diagnose Liste dass es sich da um Person mit schweren Verlaufsform von Diabetes Mellitus handelt.

00:11:24: nun sind da viele Kolleginnen und Kollegen in der Praxis ein bisschen am Rätselraten.

00:11:29: Was ist denn jetzt eine schwere Verlaufsform?

00:11:32: Können Sie da vielleicht irgendwelche Kriterien nennen, die man heranziehen kann um zu beurteilen ob die Person da in die Gruppe fällt oder eher nicht?

00:11:42: Also bei Typ II Diabetes sind das ganz klar die Patientinnen und Patienten, die Begleiterkrankungen bei dem Typ II-Diabetes haben.

00:11:50: Und dann würde ich sagen, sind es auch Personen, die eine sehr aufwendige Insulintherapie betreiben müssen weil diese sollte man schützen bevor sie eine schwere Infektion bekommen damit dann nicht eben sozusagen die ganze Diabetes Therapie durcheinander gerät weiterzuführen ist.

00:12:16: Erfolgreiche Impfprävention lebt nicht nur von wirksamen Impfstoffen, sondern auch von Vertrauen und guter Aufklärung.

00:12:23: Ein eindrucksvolles Beispiel kommt hier aus Somalia.

00:12:26: Dort engagieren sich Mütter in Aufklärungskampagnen zur Masernimpfung und teilen ihre persönlichen Erfahrungen mit anderen Familien.

00:12:33: Besonders bewegend dabei dass einige Frauen selbst ein Kind durch die Masern verloren haben.

00:12:39: Heute setzen sie sich dafür ein, dass anderen Familien ein ähnliches Schicksal erspart bleibt.

00:12:44: Gemeinsam mit Gesundheitshelferinnen und Gesundheitshelfern erinnern Sie Eltern an anstehende Impfungen und tragen so dazu bei das auch Kinder in schwererreichbaren Regionen geimpft werden können.

00:12:54: Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll wie wichtig Aufklärung gemeinschaft unpersönliches Engagement für einen erfolgreichen Impfschutz

00:13:01: sind.".

00:13:05: Gehen wir mal noch ein bisschen mehr in die praktische Umsetzung.

00:13:08: Sie haben es ja schon selber gesagt, in Deutschland sind nicht alle mit Diabetes geimpft, die geimpfter sein sollten.

00:13:16: Gibt's denn irgendwelche No-Gos?

00:13:18: Muss man irgendwas Spezielles beachten oder kann sich eigentlich ganz gut trauen auch Personen mit Diabetis zu impfen?

00:13:26: Also man kann sehr gut Menschen mit Diabetes impfen, weil die meisten Impfstoffe ja Todimpfstoffe sind oder attenuierte Impfstoff bei denen wir abgeschwächt sind.

00:13:38: Oder auch jetzt wie im Fall von Covid und in einem Fall auch von RSV-Impfungen mRNA-Impffstoff.

00:13:46: Man sollte nicht impfen wenn jemand eine akute Infektion gerade hat Und man sollte auch nicht impfen, wenn die Diabetes-Stoffwechselage gerade entgleist ist.

00:13:59: Aber in den meisten Fällen hat man ja Zeit und kann sozusagen die Impfung planen.

00:14:06: Man kann auch die Impfungen miteinander kombinieren.

00:14:10: Also ein Beispiel wäre, dass man sich eben im Herbst impfen lässt gegen Influencer und Covid kombiniert Wir hatten noch nicht gesprochen natürlich, sollte bei den Atemwegserkrankungen auch jeder gegen Pneumokoppen die Auchlungen in Zündungen machen auch geimpft werden.

00:14:31: Genau also ruhig den nächsten Patienten Kontakt mal nutzen um in den Impfausweis zu schauen und gerade auch diese Möglichkeiten wie Co-Administration nutzen sind glaube ich da ganz gute Tipps.

00:14:43: Nichtsdestotrotz sind die Impflücken ja gerade bei Personen mit Grunderkrankungen in Deutschland ziemlich groß.

00:14:49: Das hatten Sie vorhin auch schon erwähnt, haben sie einen Gefühl, woran das liegen kann?

00:14:53: Also sind da grade die Patientinnen und Patienten selber sehr zurückhaltend?

00:14:58: Und wenn ja vielleicht gibt es da schöne Tipps für die Kommunikation wie man doch noch den ein oder der andere überzeugen kann.

00:15:06: also dass die Impflücken groß sind hat verschiedene Gründe.

00:15:09: zum einen denken Patientinnen wenig dran.

00:15:14: Wir haben auch vielleicht anders als in anderen Ländern nicht so eine Impfkultur, wo das ganz selbstverständlich ist dass man durch öffentliche Kampagnen immer wieder daran erinnert wird und zum andern häufig so, dass bei Arztbesuchen eben nicht standardisiert abgefragt wird wie der Impfstatus ist.

00:15:38: und ich denke auch hier ist deutliches Verbesserungspotenzial.

00:15:41: Ich sehe das zum einen darin, dass zb die Praxismitarbeiterinnen, die MFA's und die ArzhelferInnen das regulär mit abfragen könnten und dafür sorgen könnten.

00:15:56: Und ich sehe eine große Chance, wenn man eben sozusagen die Funktionen der elektronischen Patientenakte auch weiter ausrollt dass man da eben dann entsprechende Flags & Alerts setzen kann leichter vervollständigen und im Auge behalten kann.

00:16:16: Ich begrüße sehr, dass jetzt auch die Apotheken mehr impfen können und hoffe, dass sie das tun.

00:16:22: Ich denke, Impfen ist eben eine Gemeinschaftsaufgabe und hier sind alle gefragt.

00:16:28: Genau da nimmt man sich gegenseitig auf keinen Fall was weg sondern es geht ja darum, die Patienten und Patientinnen bestmöglich zu schützen.

00:16:36: In dem Sinn ist eben auch wichtig sozusagen Angehörige, die jetzt sehr engen Kontakt haben oder im gleichen Haushalt leben wie jemand der gefährdet ist sich eben auch impfen lassen.

00:16:49: Das stimmt.

00:16:50: Sehr, sehr wichtiger Punkt!

00:16:51: Gut dass Sie das noch erwähnt haben.

00:16:53: Ja lieber Herr Prof.

00:16:54: Geivitz wir sind schon am Ende unseres Interviews angekommen aber es kommt noch unsere immunisiert Standardfrage die wir allen unseren Gästen hier im Podcast stellen.

00:17:04: wenn sie unseren Zuhörenden also ihren Kolleginnen und Kollegen eine Sache mitgeben könnten, die ab morgen ändern im Hinblick auf das Impfen bei Personen mit Diabetes.

00:17:15: Was wäre denn da der wichtigste Hebel?

00:17:17: Was sollen alle am besten ab morgen machen?

00:17:20: Ab morgen bitte Fragen nach dem Impfstatus und dann die Impfungen auch durchführen!

00:17:27: Frage der Woche Ja wir sind noch nicht am Ende unserer Folge angelangt, denn wie immer haben wir ja noch die Frage der Woche mitgebracht.

00:17:36: Liebe Kirstin was kam denn in dieser Woche für eine wichtige Frage herein?

00:17:41: Passend zur Jahreszeit kam eine Frage zum Thema RSV-Impfung hinein und eine Zuhörerin wollte von uns wissen, wann denn der optimale Zeitpunkt für die RSV Impfung sei.

00:17:55: Außerdem hat sie gefragt ob man die Impfung auch noch während der RSV Saison nachholen sollte und ob man auch impfen sollte wenn man schon einmal eine RSV Infektion durchgemacht hat.

00:18:06: Sehr spannende und praxisrelevante Fragen, wie ich finde.

00:18:09: Libyl Retta kann es uns hier einmal weiterhelfen!

00:18:12: Ja natürlich, das ist tatsächlich eine Frage oder sind mehrere Fragen die man sich jetzt zu dieser Saison sehr häufig stellt.

00:18:18: Wir hatten ja heute schon gehört dass alle Personen ab fünfundsiebzig die Standardimpfung gegen RSV bekommen sollen und alle Personen Ab sechzig mit schweren Grunderkrankungen oder mit Immunsuppression Die Indikationsimpfungen.

00:18:32: Und tatsächlich ist es so dass die Impfung am besten vorbeginn der RSV-Saison also im September Oktober Also quasi genau jetzt erfolgen soll.

00:18:41: Natürlich ist es aber so, dass das manchmal nicht geschafft wird aus verschiedenen Gründen.

00:18:46: Deswegen ist auch während der laufenden Saison die Impfung natürlich noch möglich und sollte zeitnah durchgeführt werden.

00:18:53: Ich denke da gerade an die Weihnachtszeit – durch unser soziales Verhalten haben wir ja da eine hohe Ansteckungsgefahr.

00:19:00: Und wenn man bedenkt, dass der Impfschutz so ungefähr vierzehn Tage braucht bis er aufgebaut ist, sollte man da also frühzeitig dran denken!

00:19:08: Die Fachinformation der Impfstoffe sagen sogar, dass die Impfung ganzjährlich zugelassen ist.

00:19:14: Und zum zweiten Teil der Frage – ja auch nach einer Infektion?

00:19:19: Ist es sinnvoll zu impfen?

00:19:20: Denn diese natürliche Immunität hält nicht sehr lange an!

00:19:24: Es kann ziemlich rasch wieder zu einer Reinfektion kommen.

00:19:27: Deswegen sollte auch da die Impfungszeit nach durchgeführt werden also entweder wenn wir in der Saison sind, oder dann vor Beginn der nächsten Saison, je nachdem wann die Infektion eben stattgefunden hat.

00:19:40: Super!

00:19:41: Vielen lieben Dank liebe Loretta für diese Einordnung und ich finde das zeigt einfach nochmal sehr gut dass genau jetzt ein guter Zeitpunkt ist um den RSV-Impfschutz bei ihren Patientinnen und Patienten noch einmal genauer in den Blick zu nehmen.

00:19:54: Ein herzliches Dankeschön geht natürlich auch an Sie, Herr Prof.

00:19:58: Galwitz für diese spannenden Einblicke und die wertvollen Praxistips, die sie uns gegeben haben rund um das Thema Impfen bei Personen mit Diabetes.

00:20:07: Vielen Dank für das schöne Interview!

00:20:08: Mir hat es auch viel Freude bereitet und ich hoffe wir bekommen die... Impfquoten auch dadurch gesteigert.

00:20:17: Vielen, vielen Dank!

00:20:18: Und

00:20:18: natürlich bedanken wir uns auch bei Ihnen ganz herzlich liebe Zuhörerinnen und Zuhören fürs Einschalten.

00:20:24: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat dann abonnieren Sie doch gerne unseren Podcast, abonnieren sie gerne immunisiert damit sie keine weitere Episode mehr verpassen.

00:20:33: Natürlich freuen wir uns immer über eine positive Bewertung oder eine Weiterempfehlung.

00:20:38: In zwei Wochen sind wir dann zurück mit einer neuen Folge.

00:20:41: Dann sprechen wir über das Thema Impfen bei Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen und auch hier werfen wir einen genauen Blick auf diese Personen, warum Impfungen genau bei diesen Menschen besonders wichtig sind.

00:20:54: Bis dahin bleiben Sie gesund und machen Sie es gut!

00:20:57: Tschüss.

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